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Nase spülen bei Erkältung: So machst du es richtig

Nasenspülung bei Erkältung: Waschbecken am Abend mit Handtuch, bereit für die Nasenspülung

Nase spülen bei Erkältung ist eines der wenigen Dinge, die du selbst tun kannst, wenn dein Kopf dicht ist und Schnäuzen nichts mehr bringt. Du spülst den Schleim mit lauwarmem Salzwasser weg und atmest danach für eine Weile deutlich leichter. Angenehm ist es aber nur, wenn du es richtig machst. Hier liest du, welches Wasser du nimmst, wie du stehst, wie oft du spülst und wann du es besser lässt.

Was Nasespülen bei einer Erkältung bewirkt

Bei einer Erkältung schwillt die Schleimhaut in deiner Nase an und du bildest mehr und zäheren Schleim. Eine Salzlösung spült diesen Schleim weg, zusammen mit Staub und Krusten. Deine Nase fühlt sich danach sauberer und freier an, und das Schnäuzen fällt leichter.

Ehrlich gesagt: Die Erkältung selbst geht davon nicht schneller vorbei. Sie wird durch ein Virus ausgelöst und braucht einfach Zeit, meistens ein bis zwei Wochen. Das Spülen macht diese Tage aber deutlich erträglicher, vor allem abends vor dem Schlafen.

So spülst du deine Nase in fünf Schritten

1. Nimm lauwarmes, abgekochtes Wasser

Koche Leitungswasser ab und lass es abkühlen, bis es lauwarm ist, etwa Körpertemperatur. Kaltes Wasser sticht hinter den Augen und zu warmes Wasser reizt. Spüle nicht mit Wasser direkt aus dem Hahn.

2. Löse das Salz im richtigen Verhältnis auf

Mit zu wenig Salz brennt es, mit zu viel Salz auch. Deshalb sind abgemessene Beutel am einfachsten: ein Beutel auf eine volle Flasche und das Verhältnis stimmt. Bei der Nasendusche mit 90 Beuteln Spülsalz ist alles in einer Packung. Hast du schon eine Nasendusche, kannst du das Spülsalz auch einzeln nachbestellen.

3. Beuge dich über das Waschbecken und atme durch den Mund

Beuge dich nach vorn, neige den Kopf leicht zur Seite und lass den Mund offen. Atme ruhig weiter durch den Mund. So läuft das Wasser nicht in den Rachen.

4. Drücke sanft und lass das Wasser laufen

Setze den Aufsatz an das obere Nasenloch und drücke sanft auf die Flasche. Das Wasser läuft durch das andere Nasenloch wieder heraus. Verbrauche etwa die Hälfte der Flasche und wechsle dann die Seite.

5. Schnäuze danach vorsichtig

Schnäuze dich danach sanft, ein Nasenloch nach dem anderen. Bleib noch kurz vornübergebeugt stehen, denn oft kommt noch etwas Wasser nach. Spüle die Flasche mit heißem Wasser aus und lass sie offen trocknen.

Möchtest du die ausführliche Anleitung mit allen Details zur Flasche und zu den Aufsätzen, dann lies Nasendusche anwenden: So reinigst du deine Nase.

Wie oft spülst du bei einer Erkältung?

Für die meisten Menschen reicht ein- bis zweimal am Tag: morgens, um den Schleim der Nacht loszuwerden, und abends vor dem Schlafen. Einmal mehr ist in Ordnung, wenn deine Nase sehr zu ist. Merkst du, dass deine Nase davon trocken oder gereizt wird, dann spüle einen Tag lang etwas weniger.

Ist die Erkältung vorbei, musst du nicht weitermachen. Manche spülen in der Heizsaison weiter, weil sie eine trockene Nase haben, und im Frühjahr hilft es bei Pollen. Mehr dazu liest du in Nase spülen bei Heuschnupfen.

Häufige Fehler

  • Zu fest drücken. Dann entsteht Druck auf den Ohren. Sanft und gleichmäßig reicht.
  • Spülen, wenn die Nase komplett zu ist. Kommt auf der anderen Seite nichts heraus, dann erzwinge es nicht. Versuch es später noch einmal, zum Beispiel nach einer warmen Dusche.
  • Direkt nach dem Spülen hinlegen. Spüle lieber eine halbe Stunde vor dem Zubettgehen, dann ist das letzte Wasser draußen.
  • Die Flasche nass wegstellen. Eine feuchte, verschlossene Flasche ist ein guter Ort für Bakterien.

Wann du besser nicht spülst

Spüle nicht, wenn du Ohrenschmerzen oder eine Ohrenentzündung hast, und sprich erst mit deinem Arzt, wenn du vor Kurzem an der Nase operiert wurdest oder oft Nasenbluten hast. Hast du länger als drei Tage Fieber, geht es dir nach ein paar Tagen eher schlechter oder halten die Beschwerden länger als drei Wochen an, dann ruf deinen Hausarzt an.

Was sonst noch bei einer verstopften Nase hilft

Spülen ist das eine. Viel trinken, mit leicht erhöhtem Kopf schlafen und ein nicht zu warmes Schlafzimmer helfen auch. Manche finden Inhalieren mit Dampf angenehm; wie du das sicher machst, liest du in Inhalieren bei Erkältung. Geht deine Nase vor allem nachts zu, kannst du Nasenstrips ausprobieren. Sie heben die Nasenflügel sanft an, sodass du leichter durch die Nase atmest.

Häufig gestellte Fragen

Hilft Nasespülen gegen Erkältung?

Nasespülen nimmt die Erkältung nicht weg, denn sie kommt von einem Virus und geht von selbst vorbei. Es spült aber Schleim aus der Nase, sodass du vorübergehend leichter atmest und dich besser schnäuzen kannst.

Wie oft darfst du die Nase spülen, wenn du erkältet bist?

Ein- bis zweimal am Tag reicht für die meisten Menschen, zum Beispiel morgens und vor dem Schlafen. Wird deine Nase davon trocken oder gereizt, dann spüle seltener.

Kannst du die Nase mit Leitungswasser spülen?

Koche Leitungswasser zuerst ab und lass es abkühlen, bis es lauwarm ist. Spüle nicht mit Wasser, das direkt aus dem Hahn kommt.

Kannst du spülen, wenn die Nase komplett verstopft ist?

Kommt das Wasser auf der anderen Seite nicht heraus, dann hör auf und erzwinge nichts. Versuch es später noch einmal, zum Beispiel nach einer warmen Dusche, und drücke immer sanft.

Ist deine Nase zu und willst du heute Abend noch etwas dagegen tun? Stell den Wasserkocher an, lass das Wasser abkühlen und spüle vor dem Schlafen.

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